Ein strukturiertes Werkzeug, um die eigene Wertwahrnehmung im Alltag zu beobachten. Nicht urteilen. Nur beobachten.
Ein Wert-Tagebuch ist kein Haushaltsbuch. Es ist ein Beobachtungsinstrument. Sie halten nicht fest, was Sie ausgegeben haben, sondern wie Sie sich dabei gefühlt haben. Welchen Wert hat etwas für Sie gehabt, bevor Sie es gekauft haben? Welchen danach? Gab es einen Unterschied?
Diese einfache Praxis schafft über Zeit ein klares Bild Ihrer persönlichen Wertmuster. Keine Urteile. Keine Ratschläge. Nur Beobachtung.
Eine neue Jacke, die ich im Schaufenster gesehen habe. Preis: 189 Euro.
Sehr hoch. Ich habe sie als eleganter und hochwertiger wahrgenommen als ähnliche Jacken zu 80 Euro.
Das Schaufenster, die Beleuchtung, das Etikett einer Marke, die ich aus Zeitschriften kenne.
Mittel. Die Faszination hat nachgelassen. Ich frage mich, ob ich sie wirklich brauche.
Mein Wert-Urteil war stark vom Kontext des Kaufmoments geprägt. Nicht von meinen eigentlichen Bedürfnissen.
Wenn Sie eine Kauf- oder Ausgabenentscheidung treffen, halten Sie kurz inne. Nicht um sich aufzuhalten, sondern um zu bemerken, was in Ihnen vorgeht. Ein einziger Satz reicht.
Notieren Sie Ihren Wert-Eindruck vor dem Kauf. Kommen Sie nach einigen Tagen zurück und schreiben Sie, wie Sie das Objekt oder Erlebnis jetzt einschätzen. Unterschiede sind aufschlussreich.
Nach zwei bis vier Wochen lesen Sie Ihre Einträge durch. Gibt es Situationen, in denen Ihr Werturteil besonders stark schwankt? Gibt es Kategorien, die immer überschätzt werden?
Das Ziel ist kein fester Verhaltensplan. Es geht darum, Fragen zu stellen. Warum erschien mir das wertvoll? Was hat diesen Eindruck erzeugt? Die Fragen selbst sind der Gewinn.
Eine strukturierte Vorlage mit allen Feldern, Reflexionsfragen und einem Erklärungsabschnitt zu den psychologischen Hintergründen.
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