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Unser Ansatz

Wie wir über Wert denken

Wert ist keine objektive Eigenschaft von Dingen. Er entsteht im Kopf. Dieser Grundsatz leitet alles, was wir bei Kandoryx tun.

Was genau ist Wert, wenn nicht Preis?

Preis ist messbar. Wert ist es nicht. Ein und dasselbe Objekt kann für zwei Menschen völlig unterschiedlichen Wert haben. Das liegt nicht an irrationalen Menschen. Es liegt daran, dass Wertwahrnehmung durch einen komplexen Filter aus Erfahrungen, Erwartungen und Kontext entsteht.

Kandoryx folgt dem Forschungsfeld der Verhaltensökonomie, das genau diesen Filter untersucht. Nicht um Menschen zu manipulieren. Sondern um sie zu befähigen, klarer zu sehen.

01

Wert ist subjektiv

Jede Bewertung ist relativ zu einem Referenzrahmen. Den meisten von uns ist dieser Rahmen nicht bewusst. Das ist der Ausgangspunkt unseres Kursansatzes.

02

Entscheidungen sind kontextuell

Wie etwas präsentiert wird, beeinflusst, wie es bewertet wird. Dieses Phänomen nennt die Forschung Framing. Wir machen es sichtbar.

03

Bewusstsein schafft Spielraum

Wer seine eigenen Denkmuster kennt, hat mehr Spielraum. Nicht unbedingt andere Entscheidungen, aber bewusstere. Das ist der Unterschied.

04

Wissen ist keine Wertung

Wir erklären, wie psychologische Mechanismen funktionieren. Wir sagen nicht, wie Sie entscheiden sollen. Autonomie ist das Fundament unseres Ansatzes.

Zwei Denkweisen, eine Entscheidung

Die Forschung unterscheidet zwei grundlegende Arten, wie wir Informationen verarbeiten.

System 1

Schnelles Denken

Automatisch, intuitiv, schnell. Dieses System arbeitet ständig im Hintergrund und trifft die meisten unserer täglichen Entscheidungen. Es ist effizient, aber anfällig für systematische Fehler, die sogenannten kognitiven Verzerrungen.

  • Aktiviert durch Vertrautheit und Gewohnheit
  • Entscheidet unter Zeitdruck
  • Nutzt Daumenregeln statt Analysen
  • Stärker emotionsgeleitet
System 2

Langsames Denken

Bewusst, analytisch, aufwändig. Dieses System tritt in Aktion, wenn wir komplexe Probleme lösen. Es kann die Impulse von System 1 überprüfen. Aber nur wenn es aktiviert wird.

  • Erfordert bewusste Aufmerksamkeit
  • Verarbeitet schrittweise
  • Ermüdet bei Überlastung
  • Kann Urteile revidieren

Der Kurs zeigt, wann welches System aktiv ist und wie das unsere Wertwahrnehmung beeinflusst. Kein System ist "besser". Beide haben ihren Platz.

Worauf der Kurs aufbaut

Verhaltensökonomische Forschungsgrundlagen und wissenschaftliche Literatur

Verhaltensökonomie als Grundlage

Die Erkenntnisse des Kurses basieren auf dem Forschungsfeld der Verhaltensökonomie, das seit den 1970er-Jahren systematisch untersucht, warum Menschen wirtschaftliche Entscheidungen treffen, die von klassischen Rationalitätsmodellen abweichen.

Forscher wie Daniel Kahneman, Richard Thaler und Amos Tversky haben gezeigt, dass diese Abweichungen keine Ausnahmen sind. Sie sind die Regel. Der Kurs macht diese Erkenntnisse zugänglich und alltagsrelevant.

Kognitionspsychologie als Rahmen

Neben der Verhaltensökonomie zieht der Kurs aus der Kognitionspsychologie. Wie nehmen wir Informationen auf? Wie speichern wir sie? Wie rufen wir sie ab, wenn wir entscheiden?

Diese Fragen sind direkt mit Wertwahrnehmung verbunden. Denn was wir uns erinnern und was wir vergessen, bestimmt mit, was wir für wichtig halten.

Kognitionspsychologie und mentale Verarbeitungsprozesse bei Wertentscheidungen